Dunkler Grugaweg

Heute bekam ich die Mail eines Radfahrer, der es gefährlich findet, wenn auf dem Grugaweg bei Dunkelheit Jogger oder Fußgänger, teils mit Hund unterwegs sind, die keinerlei reflektierende Kleisung tragen.

 

Er schreibt:

Man muss wirklich kein „Kampfradler“ sein (die gibt es leider auch), um dort bei Dunkelheit in brenzlige bis lebensgefährliche Situationen zu geraten, wie ich seit einigen Wochen feststelle.

Höfliches ansprechen reiche nicht. Er fordert:

Meines Erachtens müssten regelrechte Warnschilder aufgestellt werden, durchaus mit dem Hinweis, dass […] ein einziges reflektierendes Teil pro Mensch (und Hund und Leine) schon viel hilft. Und zwar allen.

Insbesondere sieht er Gefahr bei Licht von der Seite:

Im übrigen ist gerade die Tatsache, dass die Trasse an einigen Stellen Licht von der Seite bekommt eine der Gefahrenstellen: Dahinter ist das Loch umso dunkler. Erst recht, wenn das Seitenlicht stellenweise ziemlich grell ist (Discounter Netto und Aldi z.B.)  gibt es regelrechte Schlagschatten und dahinter ist es echt komplett dunkel.

Was haltet ihr davon? Helfen freundliche Hinweisschilder an Fußgänger und Jogger? Was kann man sonst tun?

1 Gedanke zu „Dunkler Grugaweg“

  1. Auch ich selbst fahre regelmäßig auf dem Grugaweg und kann das Thema nachvollziehen. Ich habe einen sehr guten Scheinwerfer und kam daher zum Glück noch nicht in direkte Konflikte.

    Einige Aspekte möchte ich ergänzen:

    Aus meiner persönlichen Erfahrung sind reflektierende Schuhe oder Hosenbeine ideal, denn wenn man seinen Scheinwerfer richtig (blendfrei) einstellt, sieht man auch Reflektoren an höheren Stellen erst spät. Ich glaube aber, dass wenige Fußgänger oder Jogger bewusst diese Mittel einsetzen. Entweder die Kleidung gibt das her oder nicht.

    Ich könnte mir sogar vorstellen, dass einige Radfahrer aufgrund der Situation ihre Scheinwerfer zu hoch einstellen. So sieht man andere Verkehrsteilnehmer eher. Das macht die Gesamtsituation natürlich unsicherer.

    Ich stimme zu, dass Ansprechen nicht die Lösung sein kann, auch wenn ich schon mal dem ein oder anderen sagen möchte, wie gut sein Reflektor tatsächlich wirkt. Für mich können Warnschilder mit Aufforderungscharakter aber auch nicht die Lösung sein. Ich möchte auch als Radfahrer nicht ständig aufgefordert werden, Warnwesten zu tragen (ok, ich habe auch Licht). Und die Gefahr geht hier nicht vom Fußgänger aus. Er ist der schwächste Verkehrsteilnehmer. Die Gefahr geht in diesem Fall von uns Radfahrern aus. Natürlich hätten wir diese Gefahr besser unter Kontrolle, wenn wir Fußgänger früher sehen würden, aber ein Recht hier z.B. 18km/h zu fahren haben wir leider nicht…

    Unsere Forderung ist, solche verkehrswichtigen Radwegtrassen beleuchtungstechnisch auszurüsten. Verschiedene Möglichkeiten dazu findet man zum Beispiel in der Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Ruhr (, dort PDF). Alleine ein heller (reflektierender?) Randstreifen oder eine Kette von LEDs am Wegrand würde ja schon viel bringen, da sie durch Jogger/Fußgänger unterbrochen würde.

    Ob letztere Minimallösung aber ausreicht, um den Weg für alle nutzbar zu machen? Ein beachtlicher Teil von Radfahrern hat Angst auf diesem teils sehr dunklem Weg zu fahren. Für sie ist die Trasse also im Winterhalbjahr nach 17 Uhr quasi nicht nutzbar. Folglich kann sie auch so nicht Teil des Hauptrouten- (Alltags-) Netzs sein. Auf diesem Punkt fußt meist unsere Argumentation.

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