Fahrradzählstellen


Dieser Artikel erschien erstmalig im eRundbrief, dem Newsletter zum Radverkehr in Essen: eRundbrief 01/2016 vom 18.01.2016


Seit 2015 zählt die Stadt Essen regelmäßig den Radverkehr. Ein mobiles Zählgerät wird dabei nacheinander an verschiedenen Stellen im Stadtgebiet aufgestellt. Für die Verkehrszählung werden dabei zwei Gummischläuche über den Radweg gespannt. Der veränderte Luftdruck in den Schläuchen beim Überfahren wird erfasst und ausgewertet.

Städtische Fahrradzählstelle am Grugaweg
Städtische Fahrradzählstelle am Grugaweg

Eine Verkehrsplanung ohne Zählung ist eigentlich schwer denkbar. Seit Jahrem werdem dem Radfahrer mehr oder weniger gute Angebote gemacht. Geplant werden diese „aus dem Bauch heraus“ und die Ergebnisse sind nicht messbar.

So findet im Kfz-Verkehr schon seit Jahrzehnten und regelmäßig Zählungen statt. Dieses Instrument wird jetzt auch beim Radverkehr Teil des Planungsprozesses: Die Erhebung der Verkehrsströme und die Prüfung in wie weit Investitionen in die Verkehrsanlagen auch durch die Verkehrsteilnehmer angenommen werden.
Neben der Erhebung der absoluten Nutzungszahlen lässt sich in Zukunft nach mehrmaliger Zählung an gleicher Stelle auch ein verändertes Nutzungsverhalten aufzeigen. Erste Auswertungen zeigen: Bei Regen geht der Fahrradverkehr massiv zurück. Bei schönem Wetter an Wochenenden werden die höchsten Verkehrszahlen an einer Zählstelle erreicht. Dies legt nahe, dass der Freizeitverkehr auf der Trasse zwar dominiert, doch die Zählung auf dem Radweg „Rheinische Bahn“ in Höhe der Brücke über die Helenenstraße zeigt auch werktags eine typische Nutzungskurve mit ausgeprägten Morgen- und Nachmittagsspitzen in unterschiedliche Fahrtrichtungen: Ein deutliches Merkmal für Berufsverkehr.

Seite der Stadt Essen mit ersten Ergebnissen: https://www.essen.de/leben/verkehr/fahrradzaehlstelle.de.html


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Eltingviertel: Innovation City und Radschnellweg Ruhr?


Dieser Artikel erschien erstmalig im eRundbrief, dem Newsletter zum Radverkehr in Essen: eRundbrief 01/2016 vom 18.01.2016


Einige Planung sehen vor, den  westlich der Gladbecker Straße gelegenen Bahndamm abzutragen, auf dem der Radschnellweg geplant ist.

Der Radschnellweg Ruhr soll bis 2020 fertiggestellt werden. Für den Weiterbau von Mülheim Richtung Duisburg konnte man kürzlich die Meldung lesen, dass der Bau finanziert sei. Für die für Essener so wichtige Strecke zwischen Innenstadt und Bahnhof Kray-Nord warten wir noch sehnlich auf diese Nachricht. In Mülheim gibt es durchaus Bestrebungen, die bestmöglich Ausführung des Radschnellwellwegs zu untergraben, noch bevor er offiziell diesen Status bekommt und zum Landesweg wird. Es scheint, das einige Mülheimer noch schnell eigene Interessen durchzusetzen wollen. Schließlich wird auf der vorgesehenen Fläche ersteinmal nur der „Radweg Rheinische Bahn“ gebaut.  Geplant sind dort mitten auf dem späteren Radschnellweg auf 7m Breite eine Aufenthaltsfläche und ein Abschnitt von etwa 500m, wo der Radverkehr zugunsten einer Hochpromenade nur noch langsam fahren soll.

Wenn auch in Mülheim das allerletzte Wort noch nicht gesprochen ist, sehen wir eine ähnliche Gefahr jetzt auch für Essen. Unnötig einen Bahndamm herab und dann wieder herauf zu fahren ist für einen Radschnellweg nicht akzeptabel. Am Berthold-Beitz-Boulevard wird eine solche Situation gerade durch ein teures Brückenbauwerk entschärft. Am Niederfeldsee müssen wir wohl noch länger damit leben. Am Elting-Viertel darf es nicht dazu kommen.

Das Eltingviertel liegt rund um die Eltingstraße westlich der Haltestelle „Am Freistein“ und nördlich des Viehofer Platz. Zwischen Viehofer Platz und Eltingviertel liegt aber der für den Radschnellweg Ruhr so wichtige Bahndamm. Auf manchen Bildern zu der Umplanung des Eltingviertel im Rahmen der Dachprojekte Essen.2030 und Innovation City Ruhr soll dieser Bahndamm aber abgetragen und später vielleicht durch eine aufgeständerte Führung des RS1 ersetzt werden.

Wir fordern, dass der Radweg hier oben bleibt. Er soll von Westen (Grüne Mitte, bisheriges Ende des Radwegs Rheinische Bahn) kommend als Brücke über die Gladbecker Straße geführt werden und möglichst direkt als Y-Trasse mit Anbindung an den Grünzug Bernetal nach Norden ausgeführt werden. Der östliche Ast muss dann wieder an die bestehenden Brücken Altenessener Straße, Schützenbahn und Goldschmidtstraße angeschlossen werden. Die vorhandene Lösung dafür ist der Bahndamm. Jede Alternative dazu müsste mit Land und RVR in Blick auf die Machbarkeit des geplanten Radschnellwegs hin abgeklopft werden. EFI und ADFC bringen dabei gerne ihr Ortswissen ein.

Webseite zum Eltingviertel:
<https://icessen.files.wordpress.com>


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